Tai Chi Chuan

Tai Chi Chuan ist eine jahrhunderte alte chinesische Kampfkunst. Im Tai Chi werden Elemente der Gesundheitspflege, der Kampfkunst, der Meditation und der taoistischen Philosophie vereint. Aufgrund der langsamen und fließenden Bewegungen werden Achtsamkeit, Ruhe, Gelassenheit und Konzentration geschult. Stress und Alltagssorgen treten in den Hintergrund.

Tai Chi stärkt bei minimalem Kraftaufwand den Körper in seiner Struktur und hält ihn durch regelmäßiges Üben geschmeidig, flexibel und gesund. In den Partnerübungen kann man im Zussammenspiel Koordination, Weichheit und auch die Anwendungen der vermittelten Techniken erlernen.

Fang Song Gong

Die Übungen des Lösens und Frei-Werdens

Im Fang Song Gong erlernen wir die Grundessenz der inneren Kampfkünste. Es ist das Tor; die wichtigste Fertigkeit um sich im Tui Shou (partnerübung im Taiji Chuan) innere statt äusserer Kraft nutzbar zu machen. Man sagt, an der Fertigkeit des Fang Song kann man den Level des Übenden erkennen. Ein entspannter Körper und ein entspannter Geist können flüssig und frei agieren wenn sie in einem zentrierten, dynamischen, mit der Erde verbundenen Stand  gründen.

Das Fang Song Gong hat mehrere vertiefungsstufen und ist gleichermaßen für die Gesundheitsförderung sowie die Kampfkunstfertigkeiten von höchster wichtigkeit. Wir üben dabei vor allem sinkende Energie zu spüren und zuzulassen.

Tui Shou

Das Tui Shou (klebende bzw. schiebende Hände) ist in der internen (naijia) Kampf- kunst Tai Chi Chuan tief verwurzelt. Bei diesen Partnerübungen geht es darum, die Kampfanwendung der Tai Chi Chuan Prinzipien verstehen und anwenden zu lernen. Es ist ein friedliches und von gegenseitigem Respekt geprägtes System zur Sensibilisierung und Verfeinerung der Körpermechanik und des gegenseitigen Wahrnehmens verschiedener Ener- gierichtungen sowie des Zentrums des Trainingspartners.

Beobachtet man die großen Meister des Tai Chi Chuan, so wird man feststellen, dass es beim Tui Shou nicht um rohe Gewalt sonder um feinstes Spüren geht. Oft lacht nur einer der beiden Übenden, wenn er gemerkt hat, dass er sein Zentrum verloren hat. Für das ungeübte Auge sind solche feinen Manipulationen des Gleichgewichts des Gegenübers oft nicht zu erkennen.